
Eine sehr interessante Route, mit vielen Abzweigen. Der Oberlauf des
Flusses hat zum Teil den Charakter des Gebirgsflusses, erfordert
also die erfahrenen Paddler oder Kanufahrer. Ab Olsztyn (Allenstein)
fließt der Fluss durch interessante Städte mit gotischen Burgen und
Kirchen.
DIE EINSATZSTELLE
Die Route beginnt in der Ortschaft Kurki, wo zwei Flusse
zusammenlaufen: Mrózka und £yna, 16km östlich von Olsztynek (Hohenstein)
am nördlichen Ufer des Sees Kiernoz Wielki, 1km von der Straße nach
Kurki entfernt. .
0,0 Vom Biwakplatz fahren wir rechts, Richtung Norden. Vor uns eine
große bewaldete Insel, an der wir links vorbei fahren. Falls man
einen freien Tag zusätzlich hat, kann man gegen die Strömung zu
£ynas Quellen fahren. Erst begeben wir uns Richtung Süden dem
östlichen Ufer entlang. Nach einen Kilometer findet man die
Verbindung zu dem See Kiernoz Ma³y. Weiter fahren wir gegen die
leichte Strömung und durch einige kleine Waldseen: Morze, Du¿e
Brze¼no, Ma³e Brze¼no, Krzy¿. Insgesamt in beiden Richtungen zur
Quellen und zurück haben wir etwa 14 km.
1,0 Straßenbrücke auf dem Weg von Olsztynek nach Jedwabno. Vor der
Brücke auf der linken Seite endet seinen Lauf der Fluss Mrozka, der
auch eine interessante aber schwierige Paddelroute bildet (etwa 3
Tage). Die Strömung ist schnell, auf beiden Seiten sumpfige Wiesen,
Ufer mit Schilf bewachsen. Langsam werben die Ufer höher und es
erscheint der Kieferwald.
3,5 Der Fluss wird immer breiter bis er die Bucht des £añskie-Sees
bildet. Der See gehört zu den schönsten in diesem Teil der
Seenplatte, er hat die Fläche von 1000 ha. Das Wasser ist
durchsichtig, der See hat hohe Ufer mit Kieferwald bewachsen, man
Finder hier Reichtum an Fauna und Wasserflora. Der £añskie – See
samt der Wälder in der Umgebung bildet den Naturschutzgebiet. Man
soll daran denken, wenn man Übernachtungen plant. Wild Zelten ist
nicht gestattet.
6,0 Dem rechten Ufer entlang erreichen wir Zipfel der Halbinsel, wo
früher das Forsthaus Dzierzgany stand. Wir sind in der breitesten
Stelle des Sees. Die Breite beträgt 2km. Auf dem gegenüber liegenden
Ufer sieht man die Bebauung der Ortschaft £añsk. Vor der Ortschaft
sieht man eine Bucht, die sich dem See Pluszne nähert. Der Pluszne –See
ist fast genau so groß, wie der £añskie und ist genau so malerisch.
Beide Gewässer sind voneinander nur 430m entfernt, ihr Wasserspiegel
unterscheidet sich jedoch um 15m (Jezioro £añskie – 124,9 m ü.d.M.,
Pluszne – 140,2 m ü.d.M.). Es gab mal die Pläne, an dieser Stelle
ein Wasserkraftwerk zu bauen, aber das Projekt wurde nie
verwirklicht.
8,0 Der See wird schmaler bis 400m. Auf der rechten Seite Zipfel der
schmalen Halbinsel Lalka. Wir fahren auf den letzten für die Paddler
zugelassenen Teil des Sees. Um die Überraschungen zu vermeiden,
besser ist vorher anzurufen und die Gruppe anmelden, den dieser teil
der Route ist Eigentum der Regierung und um weiter zu kommen fährt
man an dem Regierungserholungsheim vorbei (Tel. 089 512 13 00).
10,5 Jezioro £añskie hat noch eine malerische Bucht, in derer, Mitte
des östlichen Ufers, sich der Weg zum Ustrych-See (Fläche von 93 ha)
befindet.
14,0 Wir sind in dem südlichen Teil des Ustrych-Sees. Dieser See ist
etwa 13 mal kleiner als der £añskie-See, ist aber genau so malerisch,
klares Wasser, hohe bewaldete Ufer, Reichtum an Flora und
Wasserfauna. Der See befindet sich auch im Naturschutzgebiet. Wir
fahren weiter Richtung Norden, und biegen in der letzten kleinen
bucht nach Nord-Osten abzubiegen. Wir erreichen die Schütze, die das
Wasser um 3m staut.
16,5 Es beginnt der 5km lange Durchbruch des Flusses, mit einer sehr
schnellen Strömung, vielen Stromschnellen und gefallenen bäumen im
Flussbett. All das befindet sich in der Umgebung von hohen Ufer,
bewaldet durch Kieferwald mit zahlreichen Fichten. Die Landschaft
sieht gefährlich, aber schön aus. Man braucht wirklich Erfahrung, um
aus dem Boot nicht auszufallen und es auf den Steinen nicht zu
zerstören. Das Wasser ist durchsichtig, der Grund sandig, Tiefe bis
1m, aber es gibt Stelle, wo der Fluss 2m tief sein kann. Die
schnelle Strömung sorgt für eindrucksvolle Fahr zwischen großen
Steinen aus der Eiszeit und gefallenen Bäumen. An einigen Stelle
muss man das Boot verlassen und am Ufer tragen wegen der gefallenen
Kiefer und Fichten, die die Fahrt unmöglich machen. Wir fahren auch
an den Resten des Mühlendammes in Sojka vorbei. Den Damm markieren
die Ruinen der hohen Holzbrücke. Wenn die Strömung langsamer wird,
bedeutet das, dass wir uns dem Dorf
Ru¶ nähern.
21,5 Unter den Bäumen sieht man auf einmal rote Dächer und nach
einer Weile sind wir Mitte des Dorfes, vor der Brücke und vor einem
Mühlendamm. Die Mühle ist nicht mehr da, aber man braucht die
Stauung für Fischteiche. Wir müssen das Boot etwa 200m über die
Brücke tragen und setzen unsere Fahrt auf dem linken Ufer des
Flusses fort. Der weitere teil des Flusses ist ruhig, die Ufer sind
sumpfig und mit Schilf bewachsen. Der Fluss mäandriert stark, im
Weiten sieht man hügelige zum Teil bewaldete Landschaft und einige
einsame Häuser.
28,0 Straßenbrücke im auf der linken Seite liegenden Dorf Bartag.
Vor der Brücke befindet sich eine Gasrohre, die so situiert ist ,
dass man unabhängig vom Wasserstand nie darüber kommt. Wir verlassen
das Boot und ziehen es vorsichtig darüber. Wir nähern uns der Stadt
Olsztyn (Allenstein). Im Weiten sieht man schon Wohnhäuser, wir
fahren rechts an einer Siedlung mit Einfamilienhäusern vorbei, dann
an den Straßenbrücken und langsam erreichen wir das Stadtzentrum.
Wir müssen noch unter einer nicht gerade günstiger Brücke links am
Stadtkrankenhaus vorbei. Dann fahren wir Am Rande der Altstadt,
unter vier Brücken. Hinter der hohen fünfter Brücke, In derer
Hintergrund die gotische Burg sichtbar ist, halten wir das Boot an.
37,0 Vor uns die nächste Brücke, dahinter das Flusswehr, weiter kann
man nicht fahren. Wir legen an dem linken Ufer an und tragen das
Boot 50m über die Straße auf die andere Seite des Flusswehrs. Wir
besichtigen die gotische Burg des ermländischen Domkapitels. Die
Burg wurde seit dem 14 Jh. gebaut, war Sitz der Verwalter, hier
residierte u. a. der große Astronom Nikolaj Kopernikus . Heute ist
bildet die Burg das Museum von Ermland und Masuren. In der Altstadt
lohnt es sich, auch die gotische Kathedrale zu besichtigen. Wir
kehren zum Fluss zurück. Strömung hinter dem Flusswehres wir immer
Scheller. Wir lassem die Burg und die Altstadt hinter uns, und vor
uns eine Eisenbahnbrücke gebaut In den Jahren 1872-1892. Weiter
befindet sich eine kleine Straßenbrücke und dahinter beginnt der
zweite Durchbruch des Flusses. Er befindet sich in den Stadtgrenzen,
umgeben vom Stadtwald.
40,0 Der Durchbruch endet, aber der schöne Wald auf den hohen Ufer
begleitet uns weiter. Die Strömung wird immer schwacher und der
Fluss wird immer Reiter.
42,0 Auf der rechten Seite die Mündung des Flusses Wad±g. Weiter
befindet sich Staudamm des kleinen Wasserkraftwerks. Wir tragen das
Boot auf dem rechten Ufer neben dem Damm. Hinter dem Wasserkraftwerk
der Fluss ist etwa 20m breit , die Strömung ist schwach und das
Wasser unklar.
45,0 Auf der linken Seite , etwa 200m vom Ufer entfernt, Liege die
Ortschaft Radykajny. Die Strömung hört auf und der Fluss wird sehr
breit.
47,5 Verzweigung der £yna. Wir nehmen den Kanalabschnitt auf der
rechten Seite. Links befindet sich der kilometerweite Altarm, nicht
für die Paddeltour geeignet.
48,0 Brücke, Staumdamm und Wasserkraftwerk in Br±swa³d. 8m hohe
Wasserstauung, wir tragen das Boot 250m auf der linken Seite.
48,5 Der kleine See ¦ledinek.
49,5 Wir fahren auf den Mos±g-See ( 53 ha) ein, nachdem wir den
Kanal verlassen haben.
50,5 £yna entspringt im Norden des Sees. Gleich dahinter eine
Straßenbrücke auf dem Weg von Br±swa³d nach Barkwedy, und weiter der
kleine See Orzolek mit sumpfigen Ufer mit Schilf bewachsen.
51,5 Die Verbindung des Kanals mit dem Alarm. Der Fluss fließt in
einem Tal, des Flussbett ist 15m breit. Ufer sind bewaldete Hügel.
63,0 Straßenbrücke in der Ortschaft K³ódka, und etwa 1,5km westlich
vom Dorf entfernt befindet sich der See Limajno (235 ha), der
Spaziergang dorthin ist sehr empfehlenswert. Der Fluss mäandriert im
sumpfigen Tal.
71,5 Auf dem linken Ufer das Dorf Knopin. Im weiten sieht ma schon
den Hohen quadratischen Turm der gotischen Stiftskirche in Dobre
Misto (Guttstadt). Die Kirche ist etwa 3,5 km in der Luftlinie von
uns entfernt, mit dem Paddelboot haben wir noch 7km zu fahren.
77,5 Der Wasserweg gabelt sich. Links der Altarm, genannt Ma³a £yna
(die Kleine Alle). Wir nehmen den Kanalabschnitt.
78,5 Wir sind im Stadtzentrum neben den gotischen Stiftsgebäuden aus
dem 14 Jh. Es lohnt sich die Stiftskirche besichtigen, die
drittgrößte in Ermland ist. Wir verlassen langsam Dobre Miasto, noch
15m die Boote tragen und fahren wir weiter.
79,5 Die Verbindung der Ma³a und Du¿a £yna. Wir verlassen Dobre
Miasto.
80,5 Straßenbrücke in der Ortschaft Kosyñ. Auf dem rechten Ufer
beginnt der Wald.
86,5 Straßenbrücke. Auf dem linken Ufer sieht man die ehemalige
Residenz der ermländischen Bischöfe in Smolany, zur Zeit eine
landwirtschaftliche Schule. Auf den beiden Seiten haben wir jetzt
den kieferwald, die Strömung ist schnell aber relativ ruhig. Es
beginnt eine sehr malerische Strecke.
106,0 Auf der linken Seite beginnt die Ortschaft £aniewo. Die Ufer
sind wegen der vielen Erlen nicht zugänglich. Der Fluss mäandriert
stark.
113,0 Links, etwa 700m vom Fluss entfernt, befindet sich das Dorf
Bobrownik. Des Flussbett wird nicht mehr so kurvenreich, weniger
Erlen. Im Weiten sieht man schon Lidzbarka Warmiñskiego (Heilsberg).
120,0 Eine hohe Straßenbrücke. Wir sind in Lidzbark Warmiñski. Um
Stadtzentrum zu erreichen braucht man noch 2,5 km zu fahren. Beide
Ufer sind mit hohen bäumen bewachsen. Wir fahren unter zwei
Straßenbrücken am Rande der Stadt. Wir verlassen die boote, um die
gotische Burg, den ehemaligen Sitz der ermländischen Bischöfe, und
die St. Peter- und Paulus Kirche zu besichtigen.
123,0 Wir fahren an der Burg vorbei und der Fluss gabelt sich, wir
nehmen den linken weg,. Darunter gibt ein Mühlendamm, wir tragen das
Boot daran vorbei auf der linken Seite.
123,5 Auf der rechten Seite mündet der Fluss Symsarna, der auch eine
interessante aber sehr schwierige Paddelroute bildet.
132,0 Links mündet der Fluss Elma.
135,0 Straßenbrücke. Links liegt das Dorf Rogó¿.,
140,0 Straßenbrücke, die vom Dorf Kotowo nach Marunz führt. Der
Fluss wieder stark mäandriert in der sehr malerischer Umgebung. Die
Strömung ist schnell, so dass man die Paddel nur zum steuern braucht.
143,5 Links fahren wir an der Ortschaft M³ynisko. Die Ufer sind hoch,
das rechte bewaldet..
150,0 Auf dem linken Ufer das Dorf Ardapy. Der Fluss bildet hier
schöne Mäander und nähert sich der Stadt Bartoszyce (Bartenstein).
158,0 Auf dem rechten hohen Ufer ist schon unser Ziel zu sehen – die
Stadt Bartoszyce. Wir legen an der zweiten Straßenbrücke rechts an.
Bis zum Bahnhof und ZOB haben wir von hier etwa 500m.
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